Das Fürstenberg-Rennen erinnert an Carl Egon III. Fürst zu Fürstenberg (1820 – 1890). Aus einer rennsportpassionierten Familie stammend, war er der erste Präsident des Club Baden-Baden, der – zunächst als Aktiengesellschaft gegründet – die Rennen auf der Rennbahn in Iffezheim ab 1872 wieder austrug. Fürstenberg und seinen Mitstreitern gelang es unter Ausnutzung einer Gesetzeslücke, ein privates Spielcasino in Baden-Baden zu betreiben und mit den Erlösen den Rennsport in Iffezheim zu
finanzieren. Das Amt als Präsident hatte er bis 1884 inne.
Ihm zu Ehren wurde ab 1900 der „Preis von Iffezheim“ als „Fürstenberg-Rennen“ umbenannt und bis 2009 in Iffezheim unter diesem Namen ausgetragen. Seit 2020 hat dieser historische Renntitel seine neue Heimat in Hoppegarten und setzt zusätzlich zu seinem rennsportlichen Wert auch ein Zeichen
für die engen Beziehungen der Gemeinde Hoppegarten zu ihrer Partnergemeinde Iffezheim.
Der rennsportliche Wert des Rennens liegt im Grunde darin, dass es die erste Chance eines Jahrgangsvergleichs über die Steher-Distanz von 2400 Meter darstellt, in dem der Derby-Jahrgang – also
die dreijährigen Pferde – sich gegen die „besseren“ Pferde aus älteren Jahrgängen messen und erkennen kann, ob drei Wochen später eine Chance besteht, gegen Europas beste Pferde über diese Distanz im „Grossen Preis von Berlin“ zu bestehen.