Thriller in Hoppegarten

Mit insgesamt 12.000 Besuchern am Sonnabend und Sonntag, strahlendem Sonnenschein, spannendem Rennsport und bestem Entertainment war die große Eröffnung der Jubiläums-Saison „150 Jahre Hoppegarten“ ein voller Erfolg.

Beim zweiten Renntag der Hoppegartener Jubiläums-Saison gab es im Hauptereignis, dem Preis von Dahlwitz, ein wahres Thriller-Finale, waren doch drei Pferde auf der Ziellinie gleich auf und das Foto-Finish musste entscheiden. Der von Champion-Trainer Markus Klug in Köln vorbereitete Devastar setzte sich zur Siegquote von 97:10 gegen Itobo (84:10) vom Hannoveraner Trainer Hans-Jürgen-Gröschel durch.

Seidl Casament

Sieger Martin Seidl (links) und Marco Casamento
Sekunden nach dem Foto-Finish-Urteil
im Preis von Dahlwitz (© galoppfoto.de)

Dieses Ergebnis stand erst nach Auswertung der Zielfotografie fest. Auch der Drittplatzierte Northsea Star - ebenfalls ein Schützling von Trainer Klug - war nur knapp geschlagen. Der favorisierte Enjoy Vijay (19:10) wurde in diesem mit 27.000 Euro dotierten Listenrennen unter Starjockey Andrasch Starke nur Sechster.

Siegreiter Martin Seidl nach dem Erfolg: „Ich habe hier mit diesem Pferd schon schöne Erfolge gefeiert, zum Beispiel im Preis der Deutschen Einheit. Ich war einige Meter vorm Ziel schon geschlagen, aber Devastar kam mit viel Kampfgeist noch einmal zurück – es ist ein eisenhartes Pferd. Ich freue mich vor allem für Besitzer Helmut von Finck“. Trainer Gröschel kommentierte den zweiten Platz seines Schützlings mit einem weinenden Auge: „Ich hätte mir ein totes Rennen gewünscht, dann hätten beide einen Sieg bejubelt. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der Leistung.“ Itobos Jockey Marco Casamento erklärt die Niederlage so: „Der Start klappte nicht gut, wir hatten einige Meter Verlust. Das Aufholen hat viel Kraft gekostet.“ Northsea Stars Reiter Andreas Helfenbein haderte mit sich: „Ich war wohl einen Tick zu früh in Front, da hat es am Ende nicht ganz für den Sieg gereicht. Aber Platz drei ist keine Enttäuschung“.

Auch im zweiten Highlight musste Starke, der am Vortag noch im ersten Hoppegartener 27.000-Euro-Listenrennen der Saison mit Sound Check triumphiert hatte, eine Niederlage mit dem 20:10-Topfavoriten des Tages einstecken: Lucky Lips aus dem Quartier von Trainer Andreas Suborics wurde nur Vierter. Dieses Wettstar.de-Rennen um 12.500 Euro gewann Boscaccio zum Kurs von 72:10 von Trainer Christian Sprengel aus Hannover mit zwei Längen vor All Win (127:10) und Lagoas (65:10). Für Reiterin Tabea Rödel war es erst der achte Sieg ihrer Karriere: „Boscaccio war von Anfang an mein Lieblingspferd. Im Training gibt er immer alles, endlich hat er auch im Rennen mal sein wahres Gesicht gezeigt“.

Trainer Andreas Wöhler sattelte mit Chimney Rock und Felora zwei dreijährige Debütanten zum Erfolg. Ebenfalls zweimal zur Siegerehrung wurde der Dresdner Trainer Stefan Richter nach den Treffern von Aldao und Lady Lilian gerufen. Im Sattel saß jeweils der Italiener Marco Casamento.

Nach drei Siegen heimischer Trainer zum Auftakt-Renntag am Sonnabend erzielte der in Hoppegarten agierende Trainer Roland Dzubasz am Sonntag einen weiteren Erfolg mit Edith.

Irish Raceday am 20. Mai

Der nächste Renntag findet am Pfingstsonntag, den 20. Mai (Einlass 12:00 Uhr – 1. Start 14:00 Uhr) mit dem „Irish Raceday“ statt. Auf der Karte steht mit dem Comer Group 47. Oleander Rennen eines der Saison-Highlights. Für Rennsport-Fans gibt es dann ein Wiedersehen mit Sound Check, der am Sonnabend in Hoppegarten mit Jockey Andrasch Starke das Altona-Rennen gewonnen hat. Der traditionsgemäß sehr stark besetzte Gruppe II - Marathon-Klassiker wird durch die Aufstockung des Preisgeldes von 70.000 auf 100.000 Euro für Fans, Besitzer, Trainer und Jockeys noch attraktiver.

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