Erster Renntag des Green Meetings:
Mc Queen der Schocker im Hauptrennen, Hoppegartens Derby-Pferd heißt Andoro

Morgen am Muttertag: Irish Day – Irischer Champion-Trainer Willie Mullins und Starjockey Oisin Murphy greifen an im „Berlin-Marathon der Galopper“

Bei grauem, aber weitgehend trockenem Wetter kamen 3.118 Besucher zum Start des zweitägigen Green Meetings auf die Rennbahn Hoppegarten. Nachdem am morgigen Muttertag ein internationales Zwölferfeld im besten deutschen Marathonrennen für Preisgelder von 100.000 EUR an den Start geht, sah man im heutigen Hauptrennen, dem Hoppegartener Sprint-Cup (Rennpreise von 25.000 EUR) über die 1.200 Meter-Distanz der Geraden Bahn die komplette deutsche Sprint-Elite am Start.

Am Ende war der siebenjährige Wallach Mc Queen unter Michael Cadeddu mit einer dreiviertel Länge in Front. Die Siegquote betrug hohe 21,5:1, Trainerin Yasmin Almenräder aus Mülheim/Ruhr zeigte sich überrascht vom sicheren Sieg ihres Schützlings: “Es war nicht unbedingt damit zu rechnen, aber er ist einfach ein gutes Pferd. Ende letzten Jahres hatte er noch einmal ein Tief, aber sein Debut in Mühlheim/Ruhr vor einigen Wochen war ja schon gut gelungen.”

Im Rahmenprogramm waren hingegen durchweg Favoriten und Formpferde vorne, dreimal hatten Pferde Hoppegartener Trainer die Nase vorne. Im ersten Rennen hatte die heiße 1,3:1-Favoritin Maja für Trainerin Sarka Schuetz die Nase vorne, das siebte und letzte Rennen gewann Zieten (Siegquote 5,7:1) für Trainer Jan Korpas. Der sportlich wichtigste Erfolg war ohne Frage der Sieg von Andoro im Dreijährigen-Rennen über 2.200 Meter. Zur Quote von 2,2:1 lieferte sich der Hengst gegen den Fährhofer Calico aus dem Stall von Peter Schiergen über die letzten 300 Meter einen Kampf auf Biegen und Brechen und war im Ziel mit Richterspruch „Nase“ vor. Andoros Trainer Roland Dzubasz hat große Pläne für den Hoppegartener Derbykandidaten, der nächste Start ist mit dem Kölner Union-Rennen die wichtigste Derby-Vorprüfung.

IRISH RACE DAY

Der Höhepunkt des Rennwochenendes folgt am morgigen Muttertag mit dem Comer Group International 48. Oleander-Rennen (Gruppe 2, 100.000 EUR Rennpreise, 3.200 Meter). Ab 12:00 Uhr zeigt sich Hoppegarten im frühlingshaften Klee-Grün. Dazu ertönt irische Musik und für das leibliche Wohl gibt es Guinness und Irish Street-Food. Die ersten 500 Gäste haben die Chance auf einen grünen Hut. Auf ganz in Grün gekleidete Besucher wartet ebenfalls eine Belohnung: Ein Ticket zum Sonderpreis von 13 EUR statt 18 EUR können Sie am Sonntag in der „Green Lane“ des Kassenbereichs erwerben. Aber aufgepasst, hier herrscht eine strenge Kleiderordnung. Nur Gäste mit komplett grüner Oberbekleidung (definiert als T-Shirt/Hemd/Bluse/Jacket/Mantel und grüner Hose/Rock bzw. grünes Kleid für die Damen) können dieses Ticket erwerben.

Kleine Gäste können selbst auf einem Pony reiten, sich auf einem der drei Hüpfgeräte austoben oder beim Basteln mal richtig kreativ sein. Für die musikalische Unterhaltung sorgt das Duo Crow.

Rennsport

Das Comer Group International 48. Oleander-Rennen ist der „Berlin-Marathon der Galopper“ und Deutschlands bestes und längstes Langstreckenrennen. Mit 12 Startern hat das Rennen eine sehr gute Besetzung gefunden. Partner des Rennens sind die Brüder Brian und Luke Comer, erfolgreiche Immobilienunternehmer in Irland, London und Berlin und große Freunde des Rennsports.

„Nebenbei“ ist Luke Comer auch noch Besitzer und Trainer von Rennpferden. Er schickt mit Raa Atoll und Zabriskie gleich zwei Außenseiter in „sein“ Rennen. Wichtiger jedoch ist der Favorit des Rennens Thomas Hobson (Siegkurs bei pferdewetten.de 25:10), der von einer Ausnahmepersönlichkeit des internationalen Rennsports trainiert wird. Willie Mullins (62), 13facher Champion der irischen Hindernistrainer und aktuell Sieger des Cheltenham Gold Cup, schickt seinen ersten Starter nach Deutschland. Im Sattel sitzt mit dem Iren Oisin Murphy (23) ein „Shooting Star“ der internationalen Jockeyszene, der routinemäßig auf Spitzengaloppern sitzt und bei elf Ritten in Deutschland bereits drei Grupperennen gewinnen konnte. Auch er gibt sein Berliner Debut. Die härtesten deutschen Gegner von Thomas Hobson werden die aufstrebenden Vierjährigen Nikkei und Ernesto sein, auch die älteren Routiniers Moonshiner, Adler und Berghain könnten ein Wort mitsprechen.

Das weitere Programm am zweitwertvollsten Rennen der Berliner Saison ist hochklassig. Der Preis des Irischen Botschafters (3. Rennen) ist mit 22.500 Euro dotiert, neun Pferde der höchsten Handicap-Kategorie treten hier an. Der Preis der New York Racing Association (5. Rennen) für dreijährige Stuten ist die letzte Generalprobe in Hoppegarten für das Diana-Trial am Pfingstsonntag, für das sechs der acht Pferde noch eine Nennung haben.

Wetten

Für fast alle ab 18 geht auf der Rennbahn nichts ohne den Nervenkitzel einer kleinen Wette. Der Klassiker für viele Stammgäste wie für Erstbesucher ist die kleine Sieg- oder Platzwette – man wird gleichsam Besitzer „seines“ Pferdes und fiebert für die spannenden Minuten eines Rennens richtig mit und „Wetten-Gewinnen-Feiern“ ist zentraler Inhalt eines Besuchs in Hoppegarten. Bei „Sieg“ und „Platz“ können sich die Besucher seit Beginn der Rennsaison 2019 über deutlich verbesserte Quoten, höhere Gewinnausschüttungen und größere Wettpools freuen, ebenso sind die neuen Wettarten „2 aus 4“ und „Multi“ wieder im Angebot.

High Risk and High Return – das ist das Motto in der „Wettchance des Tages“ mit der Viererwette im 4. Rennen am Sonntag. Eine Ausschüttung von 10.000 Euro einschließlich eines fetten Jackpots von über 9.000 Euro ist garantiert für den oder die Gewinner, die die ersten vier Pferde in richtiger Reihenfolge vorhersagen.

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