Investitionen in die Trainingszentrale Hoppegarten

Pressemitteilung vom 8. Januar 2009

Die Rennbahn Hoppegarten wird in den Monaten Januar und Februar die Sanierung des 2750m langen Ovals auf der Bollensdorfer Trainierbahn nebst dazugehörenden Forst- und Pflegearbeiten durchführen. Ziel dieser Maßnahmen ist die Herstellung einer gleichmäßigen Bahn mit einer guten Drainage nach Regenfällen, die Beseitigung von Gefahrenquellen und die Wiederherstellung der Einsehbarkeit der Geraden für Trainer und Besitzer.

Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh: „Die Bollensdorfer Bahn ist aufgrund ihrer Weitläufigkeit und Vielseitigkeit in Deutschland einzigartig. Um das Potential dieser Bahn zu heben und die Bedingungen für unsere Trainer zu verbessern und den Standort für gute Pferde attraktiver zu machen, müssen der große Pflege- und Investitionsrückstand der letzten Jahre und besonders die schlechte Einsehbarkeit der Bahn dringend behoben werden. Mit dem ersten Sanierungsschritt auf der Bollensdorfer Bahn setzen wir ein deutliches Zeichen. Daneben werden wir alles daran setzen, durch eine gute Vermarktung der Rennbahn auch die Anzahl und Qualität unserer Renntage nach und nach zu verbessern und damit die größte und beste in Deutschland gebaute Rennsportanlage zu beleben.“

Trainer Roland Dzubasz, mit 50 Pferden der führende Trainer in Hoppegarten: „Diese Maßnahmen sind dringend notwendig und ein wichtiger Schritt, um Hoppegarten wieder zu einer wirklich guten Adresse im nationalen und internationalen Rennsport werden zu lassen. Den Besitzern, die dem Standort auch in den schwierigen letzten Jahren die Treue gehalten haben, gilt mein besonderer Dank. Wir freuen uns auf neue Besitzer, die ihre Pferde mit gutem Gewissen nach Hoppegarten stellen können, um die einzigartigen Möglichkeiten hier zu nutzen. Dem Eigentümer für sein Engagement meine aufrichtige Anerkennung.“

Anfang Januar wird mit der Sanierung eines 2750m langen und 6m breiten Ovals auf der Bollensdorfer Trainierbahn begonnen. Die Arbeiten umfassen das Abtragen der verbrauchten Sandschicht (Tretschicht), der Reparatur, Planierung mit Gefälle und Verdichtung des natürlichen Unterbaus (Tragschicht) gefolgt vom Aufbringen einer neuen Tretschicht aus ca. 10 cm Sand der Körnung 0-2mm. Die neben der Bahn vorhandenen Drainagen werden komplett freigelegt und wieder funktionsfähig gemacht.

Parallel zu den Arbeiten an der Sandbahn werden auch umfangreiche Forstpflegemaßnahmen auf der Bollensdorfer Bahn durchgeführt. Die aufgrund mangelnder Pflege an vielen Stellen wild gewachsenen Bäume unmittelbar an der Sandbahn werden gerodet und die betreffenden Flächen zu Trockenwiesen entwickelt. Damit wird die Betriebssicherheit für die bis zu 60 km/h schnellen Vollblüter und ihre Reiter erheblich verbessert. Durch die Beseitigung von Schattenfall und Laubbefall wird die Qualität der Sandbahn verbessert, da sie gleichmäßiger abtrocknet und die Bildung von Humus und Schlamm verhindert werden.

Für den von Bäumen bestandenen Streifen beidseitig der Geraden der Sandbahn (der ehemalige Bollensdorfer Weg sowie der Streifen zwischen Sandbahn und der Grastrainierbahn) wird eine Rodung beantragt mit dem Ziel, diese Streifen als eine artenreiche Trockenwiese anzulegen und somit als dem Wald dienende Fläche zu erhalten. Die Auflagen der Naturschutzbehörde zu Ersatzmaßnahmen werden hierbei eingehalten.

Trainierbahn

Die Bollensdorfer Trainierbahn nach ihrer Sanierung
im Jahre 2009 | Fotos: Miriam Lewin

Wald  Wald

Trainierbahn

Bollensdorfer

Luftbildaufnahme der Bollensdorfer Trainierbahn in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts | Foto: Archiv

Gerade Bahn

Tribünen und wiederhergestellte Sichtachse auf die
Gerade Bahn | Foto: Miriam Lewin

Dadurch soll auch in diesem Bereich die Betriebssicherheit und das gleichmäßige Abtrocknen verbessert und die Bildung von Humus und Schlamm verhindert werden. Sehr wichtig ist außerdem, dass durch diese Maßnahmen die seitliche Beobachtung der Arbeitsgalopps durch die Trainer und Besitzer ermöglicht wird. Durch den dichten Baumbestand ist dies im Moment nur von vorne oder im spitzen Winkel und damit unzureichend möglich. Nach übereinstimmender Meinung aller Fachleute ist dies eine sehr wichtige Voraussetzung für einen effektiven Trainingsbetrieb. Aus diesem Grund war die Bollensdorfer Trainierbahn auch bis 1945 ebenso wie alle führenden Trainierbahnen in weiten Teilen als Trockenwiese angelegt.

Die erforderlichen Anträge wurden in dieser Woche an die Untere Naturschutzbehörde in Seelow gestellt, die die anerkannten Naturschutzverbände in die Entscheidung einbezieht. Weiterhin muss die Untere Denkmalschutzbehörde sowie das zuständige Forstamt Strausberg zustimmen. Die Federführung für die Sandbahnsanierung liegt bei der Fa. Roschen aus Bremen, die erstklassige Referenzen für den Bau und die Sanierung von Renn- und Trainerbahnen aufweist, unter Einbeziehung lokaler Unternehmer und Eigenleistungen der Rennbahn Hoppegarten GmbH & Co.KG. Die Arbeiten beginnen in der ersten Januarwoche und sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Um einen schnellen Fortschritt sicherzustellen und den Trainingsbetrieb möglichst wenig einzuschränken, werden die Arbeiten in drei Abschnitten unter Einsatz von Forstmaschinen durchgeführt.

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