Lucas Cranach

Lucas Cranach unter Eugen Frank im Juli 2011 in Hoppegarten
Foto © Miriam Lewin

Vom Großen Preis von Berlin zum Melbourne Cup

Deutscher Hengst Lucas Cranach sensationell Dritter im Melbourne Cup +++ Erneute Aufwertung des Hoppegartener Grand Prix-Rennens

Die Rückkehr des Großen Preises von Berlin nach Hoppegarten war am 24. Juli der Höhepunkt dieses Rennjahres auf der Haupstadtrennbahn. Der großen emotionalen Komponente steht dabei eine mindestens ebenso große sportliche gegenüber, denn die Qualität der diesjährigen Austragung war zweifellos außergewöhnlich hoch. Nach dem späteren fast außerirdischen Erfolg der Hoppegartener Siegerin Danedream im Qatar Prix de l`Arc de Triomphe von Paris hat nun ein weiterer Teilnehmer des 2400 Meter-Rennens weltweit auf sich aufmerksam gemacht: Lucas Cranach. Der im Gestüt Graditz aufgewachsene Schwarze belegte Anfang November einen hervorragenden dritten Platz in einem der Toprennen der Welt, nämlich dem mit umgerechnet 4,7 Mio. Euro dotierten Melbourne Cup. Das 3200 Meter-Rennen, das den gesamten fünften Kontinent für einen Tag zum Innehalten bringt und in Melbourne sogar volle zwei Wochen lang gefeiert wird, wurde von dem (früher ebenfalls in Deutschland beheimateten) Dunaden (Christophe Lemaire) vor Red Cadeux gewonnen, dahinter war Lucas Cranach als Dritter nur unwesentlich zurück.

Den Großen Preis von Berlin, der in diesem Jahr ein sehr taktisch gelaufenes Rennen war, beendete Lucas Cranach nach nicht sehr geschicktem Ritt von Eugen Frank als Fünfter. Die Fachwelt war sich damals einig, dass bei einem früheren Angriff auch der zweite Platz möglich gewesen wäre. Eine australische Besitzergemeinschaft, die schon vorher Interesse an dem Hengst gehabt hatte, ließ sich von dem numerischen Ergebnis nicht beirren, erwarb das Pferd nach dem Großen Preis von Berlin für einen stattlichen sechsstelligen Betrag und holte es auf den fünften Kontinent.

Die Dimension eines Melbourne Cup ist hierzulande kaum vorstellbar. Das Rennen, das stets am „First Tuesday in November“ gelaufen wird, ist Anlaß dafür, dass dieser erste Dienstag des Monats November auf dem ganzen Kontinent Feiertag ist. Jedes Kind in Australien verfolgt das Ereignis. Jetzt kennt man dort auch Lucas Cranach, den Fünften aus dem Großen Preis von Berlin/Germany.

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