Amico Fritz

Amico Fritz siegt 2010 auf Gruppe III-Niveau in Hoppegarten
Foto © Miriam Lewin

Henri-Alex Pantall: „Alles fing in Hoppegarten an!“

Von Berlin über Royal Ascot nach Toronto: AMICO FRITZ, eine Oper in drei Akten

Am 6. Juni 2010 begann AMICO FRITZ auf der Rennbahn Berlin-Hoppegarten seine Karriere als Gruppepferd als er seinen Konkurrenten im „Bénazet-Rennen - Preis der Deutschen Besitzer“ (Gruppe III) in Rekordzeit davonlief. Trainiert von Henri-Alex Pantall in Frankreich, der eine ganz besondere Beziehung zu Deutschlands traditionsreichster Rennbahn hat, lief Amico Fritz danach in Royal Ascot auf einen ausgezeichneten fünften Platz in den „Golden Jubilee Stakes“, Gruppe I. Sein Auftritt im „Prix Maurice de Gheest“ in Deauville verlief sehr unglücklich, aber in der „Goldenen Peitsche“ in Baden-Baden klappte wieder alles wie am Schnürchen. Nachdem die Distanz des „Prix de l’Abbaye“ in Longchamp zu kurz für ihn war, geht es jetzt für den vierjährigen Hengst nach Toronto/Kanada, wo er am kommenden Samstag in den „Nearctic Stakes“, Gruppe I, laufen soll.

„Alles begann in Hoppegarten, wo AMICO FRITZ sein erstes Gruppe-Rennen gewann“, erklärt Henri-Alex Pantall. „Ich wollte schon immer ein Pferd in Berlin starten, denn ich fühle mich Hoppegarten sehr verbunden. Es ist fast mein Heimatland.“ Die Geschichte von dem erfolgreichen Trainer, der heute in Beaupréau/Frankreich ansässig ist, beginnt zu der Zeit als in Hoppegarten die wichtigsten Rennen Deutschlands ausgetragen wurden. Wie die meisten Top-Jockeys war auch sein Großvater mütterlicherseits damals in Hoppegarten als Jockey tätig. Er lebte in der näheren Umgebung zusammen mit seiner Tochter. Während des Krieges geriet dann ein junger Franzose in Gefangenschaft und wurde nach Berlin-Hoppegarten geschickt, um sich dort um die Pferde zu kümmern und zu reiten. Dieser junge Mann verliebte sich in die Tochter und es dauerte nicht lange bis sie ihre eigene Familie gründeten. Henri-Alex Pantall wurde am 7. Februar 1953 geboren und erinnert sich: „Ich habe als Fünfjähriger Hoppegarten besucht. Das war alles nicht so einfach, weil man natürlich ein Visum brauchte um in die Zone zu kommen. Wir hatten noch viel Familie dort leben. Ich bedauere heute, dass ich kein Deutsch spreche. Als ich angefangen habe zu trainieren, habe ich mir immer gewünscht, einmal in meinem Leben einen Starter in Berlin zu haben. Es war dann toll, dass es endlich mit AMICO FRITZ geklappt hat. Die Bahn in Berlin ist noch so wie ich sie in Erinnerung habe: eine ganz tolle Piste, sehr fair. Wir wurden von allen auf der Rennbahn super empfangen. Vom Pferd, über das Personal - jeder hat sich in Hoppegarten sehr wohl gefühlt.“

Der Fasliyev-Sohn AMICO FRITZ, der nächstes Jahr im Training bleibt, gehört dem Österreicher Alexandre Pereira, Leiter des Zürcher Opernhauses, der im Sommer 2011 die künstlerische Leitung des Salzburger Festivals übernehmen wird. Bevor der Hengst jedoch in seine Winterpause geht, startet er noch einmal in Woodbine im kanadischen Toronto unter dem amerikanischen Top-Jockey Mike Smith, dem Reiter der Wunderstute ZENYATTA. „Wir hoffen, dass er jetzt noch einmal gut läuft“, sagt Henri-Alex Pantall. „Es wäre schön, die Saison auf diesem hohen Niveau zu beenden.“

zurück zur Medienseite

LINKS IMPRESSUM