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Die Zukunft der Rennbahn Hoppegarten

Gemeindevertretung Hoppegarten setzt mit positiven Beschlüssen wichtige Weichenstellung zur Zukunft der Rennbahn

Auf der öffentlichen Sondersitzung der Gemeindevertretung Hoppegarten am 20. März wurden die Weichen für die positive Weiterentwicklung der Rennbahn gestellt. Mit deutlichen Mehrheiten stimmten die Gemeindevertreter den Aufstellungsbeschlüssen zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie zur Eröffnung eines B-Plan-Verfahrens zu. Vorausgegangen war eine Präsentation von Rennbahn-Inhaber Gerhard Schoeningh und Managing Director Peter Hoeck über das „Leitbild 2023“ für die Rennbahn Hoppegarten sowie die für die Umsetzung erforderliche Strategie. So will die Rennbahn Hoppegarten ihre historische Position als führende Rennbahn und Trainingszentrale Deutschlands neu besetzen und die historische Substanz des 207 ha großen „Denkmals nationaler Bedeutung“ in Gänze instand setzen und erhalten. Um mittelfristig wirtschaftlich selbsttragend zu werden, müssen nachhaltige Beiträge neben dem Rennsport aus zwei weiteren Bereichen erzielt werden: Der Entwicklung/Vermietung von für den Rennsport nicht benötigten Flächen sowie aus dem Bereich „Gastveranstaltungen“. In einer ca. 60 Minuten dauernden Bürgerfragestunde richteten viele der ca. 150 Gäste der öffentlichen Sitzung kritische Fragen wie zustimmende Erklärungen an die Vertreter von Rennbahn und Gemeinde.

Im ersten Beschluss ging es um den Flächennutzungsplan der Rennbahn, der bisher nur die Nutzung „Reitsportanlage“ ausweist und im Rahmen des Verfahrens auf „Pferdesport und Freizeitveranstaltungen“ erweitert werden soll. Diese Nutzungserweiterung ist eine wichtige Voraussetzung, um künftig neben den Renntagen Dauergenehmigungen für verschiedene Veranstaltungstypen wie Konzerte, Messen, Ausstellungen und andere Sportveranstaltungen, darunter eine limitierte Anzahl von Großveranstaltungen, zu erhalten. Dauergenehmigungen ermöglichen es der Rennbahn mit den besten Veranstaltern langfristig zu kooperieren, um die Veranstaltungen für alle Beteiligten – Gäste, Anwohner, Rennbahn und Gemeinde – nachhaltig zu entwickeln und optimieren.

Im zweiten Aufstellungsbeschluss des Tages ging es um die Eröffnung eines Bebauungsplan-Verfahrens für die Randflächen der Rennbahn. Aktuell gibt es keinen B-Plan für die Rennbahn. Die Rennbahn strebt an, durch das Verfahren die Möglichkeit zu haben, im Innenfeld des Geläufs Leitungen für Medien wie Wasser, Elektrizität und Daten zu verlegen. Dies erspart den aufwendigen Auf- und Abbau temporärer Anlagen und ist umweltfreundlicher und weniger belastend für die Anwohner. Zweitens soll im Rahmen des B-Plan-Verfahrens mit der Gemeinde darüber beraten werden, wie für den Rennsport nicht benötigte Randflächen weiterentwickelt werden können. Mögliche Nutzungen sind die öffentliche Nahversorgung, Wohnen, Beherbergung und Gewerbe. Außerdem soll ein zentraler Standort für 130 Gastboxen für Rennpferde gefunden werden.

Rennbahn-Inhaber Gerhard Schöningh: „Ich bedanke mich für das Vertrauen, dass die Gemeindevertreter mit diesem positiven Votum gezeigt haben. Jetzt beginnt eine intensive Phase des Dialogs und von Verhandlungen. Hoppegarten soll auch weiteren Generationen Freude machen – den Rennsportfans vor allem, aber auch neuen Nutzergruppen wie Gästen gut organisierter Veranstaltungen. Ich wünsche mir, dass die Rennbahn in den nächsten Jahren eine Entwicklung nimmt, auf die die Anwohner und die Region stolz sein können.“

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